Martin Michálek im WebTop100-Podcast: Webgeschwindigkeit, Geschäft und die Zukunft der Websites im KI-Zeitalter

Die Geschwindigkeit von Websites ist ein Thema, das schon lange diskutiert wird, aber es ist bei weitem kein totes Thema. Immer wieder zeigt sich, dass gerade die Geschwindigkeit oft den Unterschied zwischen Erfolg und Misserfolg digitaler Projekte ausmacht.
Im WebTop100-Podcast fragte Michal Mládek Martin, warum die Geschwindigkeit von Websites kein abgeschlossenes Kapitel ist, wie sie mit dem Geschäft zusammenhängt und wie sich die Rolle von Websites im Zeitalter der KI verändert.
Wichtige Themen aus dem Interview
- Webgeschwindigkeit als oft übersehener Faktor mit direkter Auswirkung auf den Umsatz.
- Core Web Vitals: eine gute Grundlage, aber die echte Geschwindigkeit ist ein weitaus umfassenderes Thema.
- Warum „besseres Hosting“ nicht ausreicht und wo in Wirklichkeit Einsparungen zu finden sind.
- Entwicklerfehler – von der Fokussierung auf Drittanbieter bis hin zur Suche nach Problemen auf der eigenen Seite.
- Wie man beginnt: von Monitoring, Google Search Console, über Quickfixes bis hin zur Strategie.
- KI vs. Web: Werden Websites verschwinden oder wird sich nur ihre Rolle ändern?
- Wo KI (k)einen Sinn bei der Optimierung der Webgeschwindigkeit hat.
Drei Hauptgedanken aus dem Podcast
1. Geschwindigkeit = Geschäft
Unternehmen betrachten die Geschwindigkeit von Websites oft als „technisches Detail“. Doch in Wirklichkeit handelt es sich um einen knallharten geschäftlichen Faktor.
Der Unterschied zwischen dem Laden von Schlüsselinhalt in zwei Sekunden und in vier Sekunden kann einen mehrfachen Unterschied in der Konversionsrate bedeuten. Und das ist ein Unterschied, der sich sofort auf den Umsatz auswirkt. Oder auf den Traffic, wie im Projekt deNatura, wo wir geholfen haben, 17 % mehr Besucher zu gewinnen.
„Die Geschwindigkeit von Websites ist das Aschenputtel des Digitalen. Jeder diskutiert die trendigen Themen, aber wenn der Kunde kommt, entscheidet oft die Geschwindigkeit des Webs über den Erfolg.“
Geschwindigkeit bedeutet nicht nur, dass die Seite schneller lädt. Es geht darum, ob der Kunde den Kauf überhaupt abschließt. Langsamere Websites erhöhen die Absprungrate und senken die Rendite von Marketinginvestitionen.
2. Core Web Vitals und besseres Hosting reichen nicht aus
Google hat Core Web Vitals als Grundmaßstab gesetzt. Für Unternehmen war es ein guter Anstoß, die Geschwindigkeit zu messen. Aber es ist nicht das Endziel.
Eine Website kann die Core Web Vitals erfüllen und dennoch im realen Betrieb unangenehm langsam sein.
Es ist notwendig, die Geschwindigkeit ganzheitlich zu betrachten – nicht nur Metriken wie LCP oder INP, sondern auch, wie sich die Seite in den Händen eines echten Nutzers verhält.
„Ein Rat? Kaufen Sie ein günstiges Telefon bei Alza und versuchen Sie, Ihre Website darauf zu nutzen.“
3. KI und die Zukunft der Websites
Die Frage, die heute viele beschäftigt: Wird KI Websites ersetzen? Martin meint: Nein. Aber ihre Rolle wird sich grundlegend ändern.
Reine Inhaltswebsites oder Kataloge werden es schwer haben – KI kann schneller antworten, ohne dass man klicken muss. Im Gegensatz dazu werden markenorientierte, gemeinschaftliche oder transaktionale Websites an Bedeutung gewinnen, weil sie Vertrauen, offizielle Informationen und zusätzliche Dienste bieten.
Unternehmen sollten sich fragen: Was bieten wir zusätzlich an, das KI nicht kann? Sei es Gemeinschaft, persönliche Erfahrung oder Kundenservice, das ist es, was Websites relevant hält.
Zuerst werden die Leute aufhören, Websites zu besuchen, die keinen Mehrwert im Vergleich zur KI bieten oder ein schlechtes Benutzererlebnis, wie z.B. langsame Seiten, haben.
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